Verein "Kleve ans Netz"
Kleve tritt dem Zweckverband Breitband bei …
by admin on Jun.15, 2010, under Verein "Kleve ans Netz"
Gestern abend hat der Gemeinderat dem Vorhaben zugestimmt, dem Zweckverband Breitband beizutreten - Gratulation zu dieser guten Entscheidung!
Im Juli soll nun der Zweckverband gegründet werden - allerdings wohl ohne die Städte Itzehoe, Glückstadt und Wilster, da diese ihren eigenen Weg gehen wollen und alles unter ihren eigenen Stadtwerken bündeln wollen.
Der Zweckverband soll den Aufbau von Glasfaserleitungen im Kreis betreuen und koordinieren. Dann soll das gesamte Netz einem oder mehreren Anbietern angeboten werden, die dann die einzelnen Haushalte betreuen sollen.
Erste Kalkulationen gehen von €60 für ein Triple-Play angebot (TV, Internet und Telefonieren) aus und man ist sich auch bewusst, dass man Preise nehmen muss, die oberhalb der Stadtpreise liegen werden.
Der erste Schritt ist gemacht und nun hoffen wir mal, dass das nun auch losgeht.
Solidarität ist selten eine Einbahnstrasse, aber vielleicht eine langfristige Investition
by admin on Jun.15, 2010, under Verein "Kleve ans Netz"
Überspitzt gesagt, glaube ich nicht an politischer Solidarität zwischen Städten und Gemeinden. Weder innerhalb der Kreise oder gar auf der Ebene von Bundesländer. Die öffentlich ausgetragene politische Solidarität ist nichts weiter als das momentane Ausleben von politischen oder geographischen Bündnissen, getragen von Erkenntnissen, dass es nicht anders geht. Das Problem ist meistens, dass man nicht erkennt, dass es nicht anders geht.
Wenn es heute nur nach wirtschaftlichen Aspekten gehen würde, dann würden wir auf dem Lande in der heutigen Zeit kein Telefon mehr bekommen, kein Strom, kein Gas oder Gleisanschluss.
Wenn es nur nach wirtschaftlichen Aspekten geht, dann hätte Itzehoe auch keine Haltestelle von IC-Zügen. Wenn es nur nach firmenpolitischen Aspekten geht, dann könnten die Stadtwerke ihren Strom und ihr Gas nur in ihrem eigenen Netz anbieten und nicht durch fremde Netze auch entfernteren Kunden anbieten. Und solche Sachen wie Theater etc. gäbe es sowieso nicht.
Aber es richtet sich nicht immer nach wirtschaftlichen Aspekten - sondern es gibt auch politische Vorgaben, von denen auch Städte im Kreis profitieren. In einer Zeit, in der in immer größere Regionen (z.B. Hamburg) gedrängt wird können die lokalen größeren Städte alleine nicht überleben - hier müssen sie auf eine Zusammenarbeit des Kreises bauen und damit auf das Umland - denn auf Solidarität aus Hamburg dürfen auch Kleinstädte wie Itzehoe nicht pochen.
Vielleicht bedarf es weitsichtigen Personen, um aus dieser Entwicklung richtige Entschlüsse ziehen zu können - und nicht lokale Stadt-Größen, die das tägliche parteipolitische “Klein-Klein” in der lokale Tagespresse als ihre große Bühne betrachten.
Übrigens: die “einfachen” Leute aus dem Umland haben kaum derartige Probleme: sie kaufen in den Städten ein, sie bezahlen Eintritte in Bädern, in Theatern und müssen zu den zahlreichen Ämtern in die Städte gehen und sie können Strom und Gas von den Stadtwerken beziehen - alles, um lokale Arbeitsplätze zu unterstützen. Sie betreiben auf ihre Art täglich praktische Solidarität - die eigentlich nur in Richtung der Städte gehen.
Die Reaktion der Städte und der Stadtwerke im Hinblick auf den Zweckverband ist verständlich, aber geprägt von lokalem Denken. Warum nicht ein lokales Netzwerk bauen und gleichzeitig dem Zweckverband beitreten und damit - eventuell zu besseren Konditionen für die eigenen Kunden - das Netzwerk einbringen ?
Für die Einwohner in Itzehoe, Glückstadt und Wilster kann das egal sein - mit der Gründung des Zweckverbandes werden sich die Städte gezwungen sehen über die Stadtwerke ein eigenes Glasfasernetz zügig aufzubauen - ansonsten wäre die Blamage zu groß.
Auch für diese Städte ein beispielhaftes und mit großen Kosten behaftetes Unterfangen - schade, dass man es im Sinne aller Bürger nicht gemeinsam angehen kann.
Zweckverband - Breitbandanbindung
by admin on Mar.27, 2010, under Verein "Kleve ans Netz"
Es geistert nun endlich die Idee eines Zweckverbandes bzgl. Breitbandanbindung in den Zeitungen herum. Diese Idee ist ja nicht neu - immerhin haben sich die ersten Ideen zu diesem Projekt vor bereits einem oder zwei Jahren entwickelt - nur damit man mal die Geschwindigkeit dieser Entscheidung “relativiert”.
Die Investitionssumme ist enorm und ich kann mir auch vorstellen, dass - wie bei allen Planungen - diese Summe nett gerechnet wurde und wirklich nur ein erhofftes Ziel darstellt: 150 Millionen - aber daraus können sicherlich auch 180 oder 240 Millionen werden !?
Es gab ja auch Planungen, dass im ersten Schritt nur die Gemeinden mit Glasfaser erschlossen werden - nicht die einzelnen Haushalte, was die Kosten ja erheblich reduzieren würde. “Vor Ort” - sollten dann alternative Anbindungen (Telekom, Funk) gefunden werden - allerdings wird man keine kommerziellen Anbieter finden, die vielleicht nur 50 oder 75 Haushalte anschliessen wollen. Man hätte dann zwar Glasfaser im Ort - aber keiner profitiert davon.
Der Anschluß von Einzelhäuser wird dann auch eher im Aufgabengebiet der betroffenen Gemeinden bleiben.
Allein - noch ist nichts entschieden und alle Bürger sind aufgerufen, ihren Gemeindevertretern den Ernst der Lage vor Auge zu führen und sie zu drängen dem Projekt beizutreten. Außerdem sollten die Vertreter darauf achten, wie die Dörfer und die Haushalte wirklich angeschlossen sind. Ein Anschluß an dieses Netz schützt auch unsere Immobilienpreise.
Denn eine Nebenwirkung hat dieses Projekt auch - wie alle kreisweiten oder landesweiten Planungen: unterhalb der Planungsebene wird sich in Sachen Internetanbindung nichts mehr bewegen - man schaut die Hierarchie hinauf und wartet ab - wie ich schon seit 10 Jahren die Politik hinaufschaue … und auf eine schnelle Anbindung warte.
Vielleicht kann man die Bewilligung, Planung und Ausführung dieser Aktion dadurch beschleunigen, dass man alle an diesem Projekt beteiligten Personen im eigenen Hause erst einmal den DSL-Zugang kappt und sie zwingt, nur noch mittels ISDN zu surfen - ich vermute, dass das Projekt dann wirklich “turbo”-mäßig realisiert werden wird
Aber um auch Mut zu machen: wer aus der Vergangenheit lernt, der wird auch verstehen, dass derjenige bestimmen kann, der die Infrastruktur besitzt: das gilt für Strom, Wasser, Gas, Strassen, Bahntrassen und Telefonleitungen.
Übrigens: Von den Funkprojekten hat man nichts mehr gehört - im Bezug auf Kleve.
Funkprojekte in Kleve
by admin on Nov.25, 2009, under Verein "Kleve ans Netz"
Zur Zeit laufen Überlegungen und Besprechungen, ob und wie man die von den Stadtwerken im Raum Itzehoe/Glückstadt aufgebauten Funklösungen auch in Kleve und in unserem Raum nutzen könnte.
Nachtrag:
Der Aufbau und die Vermarktung wird von der Firma LNet vorgenommen. Die Preise für die Funklösung betragen (um die Groessenordnung klarzustellen):
Einmalige Einrichtungskosten: € 99,95 (inklusive Antenne)
Monatliche Gebühren: € 34,95
Dafür bekommt man einen Downstream von bis zu 6 MBit und einen Upstream von bis zu 1.5MBit. Die Vertragslaufzeiten betragen 24 Monate. Das ganze bietet eine Flatrate, wobei auch hier bei zu intensiver Nutzung auch mal gedrosselt wird. Wann und wie ist vertraglich nicht festgelegt, aber man wird aktiv, wenn es Störungen im Betrieb geben würde.
Man kann die Geräte (Außenmontage) selbst installieren oder eine Montagedienst für € 69,95 in Anspruch nehmen.
Die Technik basiert auf Funk und arbeitet im 5 GHz Bereich. Sendeleistungen betragen bis zu 4 Watt (also 2 Handies) für die Zulieferstrecken. Damit entsprechen diese Techniken genau dem WLAN-Vorgaben (4 Watt bei Internetnutzung - kostenlose Registrierung bei der Bundesnetzagentur, ansonsten 1 Watt maximale Sendeleistung).
Glasfaserkabel in Huje gelegt …
by admin on Nov.25, 2009, under Verein "Kleve ans Netz"
Heute wurde in Huje ein Glasfaserkabel “eingeweiht”, dass die E-ON nach Huje in ihren Leerrohren gelegt hat - und in Itzehoe an weiteren Glasfaserkabeln angeschlossen wurde. Damit hat ein eventueller Anbieter zumindestens die Möglichkeit, Leitungen anzumieten und Kommunikation bis nach Huje zu führen. Also für Huje bleibt nur noch das Problem der “letzten Meile” - also das Problem der Hausanschlüsse.
Die Telekom könnte es machen, aber es wird ihr vielleicht schwer fallen, denn nun muesste sie fuer ein Dorf mit vielleicht 100 Anschluessen fremde Leitungen mieten - und das alles irgendwie mit dem befohlenen Gewinn. Das wird schwierig. Aber das Kabel liegt direkt neben dem Verteilerkasten der Telekom.
Weiterhin könnte ein fremder Anbieter kommen und die Leitungen anmieten und einen Anbau an den Verteilerkasten der Telekom durchführen. Aber das kostet sehr viel Geld und dass muss sich dann auch rechnen ….
Oder ein Funkanbieter greift das Kabel auf und ermöglicht eine Funkübertragung - das ist zuerst einmal die preiswerteste Lösung, aber auch hier müssen die Kosten erst einmal erwirtschaftet werden ….
Das Hauptproblem bei diesen Überlegungen sind immer die gleichen: nur eine Handvoll Kunden und trotzdem grosse Investitionen. Ich habe meine starken Zweifel, dass man dort die grossen Anbieter finden wird - ausser es handelt sich um politisch motivierte Aktivitäten (firmenpolitisch).
Also wartet man auf eine Firma, die das Risiko eingehen wird - da bin ich mal gespannt. Vielleicht sollten die Gemeinden ihr Vorgehen umstellen und als EIN Kunde auftreten und die Verteilung intern regeln. Also in der Form: Die Gemeinde Kleve und Huje kaufen Bandbreite ein - das bedeutet, dass Versatel oder die grossen Anbieter nur mit einem Kunden reden müssen. Die Gemeinden müssen dann die Verteilung in Eigenregie vornehmen ….. bei der Aufbau von Feuerwehren hat das ja auch geklappt.
Nachtrag: In der Rundschau vom 27.11.2009 steht ein Artikel über diesen Event:
Nachtrag 2: Der zu optimistische Artikel in der Zeitung hat für Anrufe gesorgt, wann es denn nun endlich losgeht. Es geht nicht los. In der Rundschau vom 28.11.2009 wurde ein wenig zurückgerudert, aber leider immer noch verkehrt wiederholt: es liegt KEIN Glasfaserkabel zwischen Kleve und Huje. Und diese 3 km sind viel teurer als die 6 km, die E-ON verlegt hat, denn bei den 6 km gab es bereits Leerrohre. Sowie ich das verstanden habe, fielen 2-Tage Arbeit für einen Trupp von E-ON an, um das Glasfaserkabel durch das Leerrohr zu pusten.
Zwischen Kleve und Huje gibt es allerdings keine Leerrohe und daher fallen Tiefbauarbeiten an und das ist alles viel teurer als das was E-ON gemacht hat (Faktor 3).