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Archive for December, 2010

Merkwürdige Stimmen aus den USA …

by admin on Dec.18, 2010, under Meinungen

Bei tagesschau.de habe ich folgendes gelesen:

Er sei zwar kein Befürworter der Todesstrafe. Aber im Fall von Assange kenne er keine Gnade, tönt Beckel. Es gebe nur einen Weg, mit WikiLeaks fertig zu werden: nämlich den Hurensohn Assange illegal zu erschießen, darf Beckel unwidersprochen auf Fox News verkünden. Zwar wird der Begriff “Huren” pflichtgemäß per Piepton unhörbar gemacht. Aber als Beckel sein Mordplädoyer lautmalerisch unterstreicht, ertönt bei Fox-News kein Piepton.

Ich frage mich immer mehr, was Aufrufe dieser Art aus den USA unterscheidet von Todesurteilen aus arabischen Ländern, die ebenfalls Journalisten zum Tode verurteilen. Bei letzteren haben sich die westlichen Länder zumindestens aufgerafft und dies vehement zurückgewiesen - und jetzt ? Kein Statement, dass diese verqueren Meinungen aus den USA verurteilt.

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Winterhotline überlastet …

by admin on Dec.16, 2010, under Meinungen

Die Winterhotline des SH Bildungsministerium ist offensichtlich dem Ansturm nicht wirklich gewachsen - in den letzten Tagen konnte man immer wieder mal “No Service” Seiten bekommen …

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Wahlrecht in Schleswig-Holstein

by admin on Dec.16, 2010, under Meinungen

Wir in SH können zur Zeit wieder einmal eine dieser kleinen Schweinereien erleben, die zu einem klaren Bild über Politiker, Parteien und Politik im Allgemeinen führen können.

Wir haben es ja nun gerichtlich bestätigt bekommen, daß wir ein Wahlgesetz bekommen, das nicht mit der Landesverfassung zu vereinbaren ist.

Durch Auslegung des Wahlgesetzes gelangte die CDU/FDP an die Regierung.

Nun aber kommt man nicht auf die Idee, das Wahlgesetz zu ändern - nein, das ist ein schwieriger Weg. Viel leichter wäre es doch, wenn man einfach die Landesverfassung ändert.

Warum ist die Änderung des Gesetzes so schwierig ? Nun ja, die Verkleinerung der Anzahl der Wahlkreise bedeutet doch, dass viele, viele Abgeordnete (diesmal der CDU) um einen Sitz im neu gewählten Parlament fürchten müssen. Die SPD hat in der Vergangenheit auch schon mal davon profitiert. Kleinere Parteien dagegen i.d.R. nicht.

Die Verkleinerung der Anzahl der Wahlkreise ist aber notwendig, um die Anzahl der Übergangmandate zu reduzieren bzw. die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, daß es überhaupt zu diesen Mandaten kommt.

Wenn man bedenkt, dass diese zusätzlichen Abgeordneten uns sehr viel Geld kosten - und Geld ist nicht etwas, was wir im Land zwischen den Meeren zahlreich besitzen ….

Vielleicht sollten sich die Wähler in SH einfach mal anschauen, was für kleine Machtspielchen wir in den nächsten Monaten noch erleben werden … und sich den Rest einfach denken und entsprechende Quittungen verteilen.

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König der Löwen

by admin on Dec.15, 2010, under Meinungen

Nun haben wir auch mal mit den Kindern ein Musical besucht. Leider kann man so etwas nicht öfters machen - aber die Preise für so eine Veranstaltung sind eigentlich jenseits von gut und böse. €100 pro Person, kaum Kinderrabatt …

Aber zu Weihnachten haben wir es dann doch gemacht - und es hat sich gelohnt. Auch die Kinder waren begeistert und folgten aufgeregt der Bühne - zumal sie den Inhalt des Musicals auch bereits kannten. Sehr schön war natürlich, dass in Teilen auch der Besucherraum genutzt wurde - so tauchten plötzlich neben uns ein grosser Elefant und ab und zu einige Raubtiere auf. Zum mittleren Entsetzen (aber auch Freude) meines jüngsten Kindes.

Und das Musical selber ? Am Anfang war ich doch ein wenig überrascht über die große Lautstärke der Musik/des Gesanges - aber daran gewöhnte man sich.

Merkwürdig fand ich die humorvollen Einlagen, obwohl diese stets für Gelächter sorgten. Etwas makaber (und für Hamburg eigentlich Schleichwerbung) fand ich, dass man die (sehr farbigen) Vorhänge mit Ikea verglich. Das wirkte gezwungen und meiner Ansicht nach auch deplaziert - aber es sorgte für Gelächter.

Der Gesang war ok - aber teilweise nicht unbedingt sehr gut. Ich hätte mir mehr Solisten gewünscht, aber die Solistenstücke gingen im Chor dann auch manchmal unter. Ansonsten war der Ton sehr gut.

Übrigens - ausverkauft war es um 15.00 Uhr nicht. Sicherlich noch 30 bis 40 Personen hätte man unterbringen können.

Am Ende war das Publikum zufrieden - man klatschte und dann passierte doch etwas, was mich dann starkt nervte (und andere auch): einer der Künstler unterbrach das Klatschen des Auditoriums und erzählte etwas von einem Projekt in Tansania und forderte das Publikum auf, für dieses Projekt zu spenden. Und man möge doch bitte “Scheine” geben, denn die seien am leichtesten zu tragen/verwalten.

Ich kam mir wie im Film von Pretty Woman vor, wo in einer Szene die reichen Leute nach einem Polo-Spiel auf den Rasen gehen und die Löcher stopfen sollen - so in der Art: ihr habt pro Sitzplatz um und bei €100 bezahlt. Dann werdet ihr doch auch bitte Geld für Tansania haben …

Wenn ich um Spenden gebeten werden möchte, dann kann ich auch den ganzen Tag an der S-Bahn-Station Sternschanze in Hamburg in den Bahnhof rein- und rausgehen. Da werde ich immer wegen Geld angesprochen.

Im Prinzip hätte ich nichts gegen diese Spenden - aber dann würde ich von dem Konzern, der dieses Musical veranstaltet und gut Knete damit macht - eine entsprechende Beteiligung erwarten. So in der Form: für jede abgegebene Eintrittskarte zahlen wir €1 (… hier kann man sich ja grosszügig zeigen) in das Projekt ein.

Aber egal - wenn mein jüngster Sohn dem Musical folgen kann und das über zwei Stunden lang - dann hat es sich aus dieser Perspektive gelohnt.

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Prüfungsstress beim Reaktortest

by admin on Dec.12, 2010, under Meinungen

Da hat die shz doch am Freitag gemeldet, dass der Kandidat für den Chefposten beim AKW Krümmel abgelehnt wurde.

Dem Kandidaten wurde die Aufgabe gestellt, dass er innerhalb von 30 Minuten in einer Reaktorsimulation den Reaktor unter Kontrolle bekommt. Nach 2 Stunden sei die Prüfung abgebrochen worden.

Als Ursache wies der Kandidat auf “Prüfungsstress” hin.

Das beruhigt mich ungemein. Es gibt also Hoffnung: Stress in einer Prüfung ist nicht zu vergleichen mit der Situation eines richtigen GAUs. Da herrscht kein Stress und alles wird gut. Aber den GAU wird man nicht abbrechen können.

Ich denke, dass sich Vattenfall keinen Gefallen getan hat - man schickt nur einen Kandidaten in so eine Prüfung, wenn man weiss, dass er es auch schafft. Nun muss man sich nicht wundern, dass andere mit dem Finger darauf zeigen und sagen: Seht, dass ist das ausgebildete Personal von Vattenfall. Ich frage mich einfach nur, was in der Firma abläuft, die die Verantwortung für ein AKW hat - und ich bin noch stärker verwundert, wie die Politik herumeiert und keine Konsequenzen zieht.

Ich denke, dass letzteres keine Frage der politischen und menschlichen Verantwortung ist - sondern leider nur eine Frage von den besseren Anwälten.

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